Rheinwaldhorn – Hochtour

Mein achter Kantonshöhepunkt 🙂

Tag 1 – Hüttenzustieg

Als wir in Zürich losfuhren regnete es und als wir in Olivone ankamen war es weiterhin am regnen. Zum Glück hat Stephen das Alpentaxi organisiert, so konnten wir uns 700hm ersparen. Nachdem wir uns bei Kaffee und Kuchen im Restaurant neben der Staumauer in Luzzone gestärkt hatten, liefen wir los. Es hat aufgehört zu regnen und der Himmel schien ab und zu blau durch die Wolken. Der Weg führt zuest über die Staumauer, von wo man die eingebohrte Kletterroute in der Luzzonestaumauer  sehen kann. Sie ist sehr imposant und ausgesetzt, definitiv eine Route, die man mal geklettert sein sollte. Ich hoffe, dass es dieses Jahr noch klappt! (5 Seillängen à 50 Meter, 5c – 6a+).
Der Weg zur Capanna Adula CAS ist flach, breit und einfach. Eigentlich wollten wir auf der Capanna Adula UTOE übernachten, jedoch war diese bereits von einer SAC Jugendgruppe ausgebucht. Da wir früh in der Hütte waren haben wir fleissig den Flaschenzug repetiert.
Auch Basti, Manuela & Roger waren auf der Hütte, sie hatten das gleiche Ziel wie wir. Eigentlich wollten sie auf den Gran Paradiso, dieser hat jedoch noch zu viel Schnee.
Nach der leckeren Polenta mit Rindsgulasch gingen wir früh ins Bett, da das Frühstück auf 04.00 Uhr angesetzt wurde.

Tag 2 – Rheinwaldhorn

Pünktlich, kurz vor fünf Uhr, sind wir losmarschiert. Da es Vollmond und einer der längsten Tage war brauchten wir keine Stirnlampen. Langsam, aber stetig, nahmen wir die steilen 400hm bis zur nächsten Hütte unter unsere Bergschuhe. Nach einem kurzen Rast bei der Capanna Adula Utoe liefen wir weiter bis zum Schneefeld hoch, welches etwa 200m vor dem Gletscher begann. Hier haben wir uns angeseilt und die Steigeisen angezogen. Nach wie vor waren wir gut im Zeitplan. Der Gletscher war immernoch mit angenehmen Trittschnee eingeschneit, so kamen wir auch hier gut vorwärts. Die letzten 300hm hatte ich etwas Mühe mit Atmen, ob es die Höhe war? Das letzte Stück zum Gipfel ist etwa 40° Steil, aber dieses Stück ist super eingeschneit und bereitete somit keine Mühe. Nach 4.20 Std sind wir oben angekommen und die ganze Anstrengung war vergessen, die Aussicht war super und der Aufstieg hat sich defintiv gelohnt!
Nach der Fotosession und einer kurzen Pause, ging es dann schon wieder an den Abstieg, haben wir doch noch 2 600 hm vor uns. Innerhalb von 2.20 Std erreichten wir unseren Ausgangspunkt, die Hütte. Nach einem ausgiebigen Rast nehmen wir den Abstieg nach Dangio unter die Füsse. Der Weg ist besser als erwartet, somit sind wir nach weiteren 2.20 Std im Dörfchen angekommen. Als erstes tranken wir ein Bier und ich gönnte meinen Füssen etwas frische Luft.
Kaum sassen wir im Bus, begann es zu regnen. Was für ein Timing! Besten Dank an Stephen, der diese zwei Tage zu einem tollen Erlebnis gemacht hat!

Mit dabei waren: Stephen (Tourenleiter), Susanne, Marc, Janique, Nael, Tobias, Stefan, Fabien, Dieter und Roger