Sass di Cherp, Cinghiale

Petrus und sein Prophet Buchli machten es uns ein weiteres Mal nicht leicht bezüglich Wahl unserer Weekenddestination. Die Entscheidung fiel dann jedoch auf das Tessin. Am Donnerstagabend fuhren wir dann vollbepackt über den Gotthard um am nächsten Tag, mit einen überteuerten Marché-Zmorge gestärkt, die Mehrseillängenroute Cinghiale bei San Vittore zu klettern. Der Zustieg ist weiterhin kurz und führt durch den Wald an den Wandfuss. Laut Topo ist die zweite Seillänge die Schlüsselseillänge (6b+). Diese beschränkte sich jedoch auf ein paar wenige Züge und war schnell gemeistert. Die darauf folgende Seillänge kann mit einem >50m Seil direkt angehängt werden und bietet wunderschöne abwechslungsreiche Kletterei in bestem Gneis. Der weitere Verlauf ist ein gesunder Mix zwischen Platten- und Wandkletterei mit einer leichten Tendenz zur Platte. Nach gut 3.5 Stunden Kletterei machten wir uns, obwohl es einen Fussabstieg hätte, ans Abseilen. Wir entschieden uns gegen den Fussabstieg, da noch einiges an Laub am Boden lag und wir uns den Abstieg nicht angenehm vorstellten. Die anschliessende Abseilerei, war problemlos machbar, durch die vorhandene Vegetation ist jedoch etwas Übung / Glück beim Abziehen erforderlich.