Vrenelisgärtli

Dominik und ich wollten schon länger eine Tour im Glärnischmassiv machen. Da das Vrenelisgärtli als einfache Hochtour gilt nahmen wir Martina’s Eltern mit auf die Tour. Dies war für die beiden die erste Hochtour.

Tag 1 – Hüttenzustieg Glärnischhütte
Um elf Uhr sind wir bereits in Plätz losmarschiert. Der Wetterbericht hatte gegen den späten Nachmittag Regen angesagt und wir wollten nicht verregnet werden. Bis nach Chäseren folgt man der breiten Kiesstrasse. Der erste Anstieg liegt zum Glück im Wald, denn es ist schon sehr warm. Bald nach Chäseren geht es richtig los! 700 Höhenmeter sind zu bewältigen. Der Weg geht zick zack und steil zur Hütte hinauf. Eine kurze Kraxelpassage, mit Ketten abgesichert, ist zu überwinden. Pachnass kommen wir nach 4 Stunden in der Hütte an.
Der Gegenverkehr war gross am Sonntagnachmittag. Wir haben erfahren, dass die Hütte über das Wochenende voll war. Von Sonntag auf Montag waren 17 Gäste auf der Hütte was das Hüttenleben einiges angenehmer macht.

Tag 2 – Gipfeltag
Tagwach um 5.10 Uhr, Frühstück um 5.30, kurz nach sechs Uhr sind wir losmarschiert. Zum Gletscher benötigt man ca 1 Stunde. Da der Gletscher zumindest am Anfang ausgeaapert war verzichteten wir auf das Seil und montierten nur unsere Steigeisen. Immer “links” haltend, erwanderten wir uns Höhenmeter um Höhenmeter. Bald lag Schnee auf dem Gletscher und wir entschlossen uns anzuseilen. Nach einem steileren Stück sahen wir den Schwander Grat vor uns. Dort lagerten wir unsere Steigeisen und kletterten (auch hier perfekt mit Eisenstiften und Ketten gesichert) die Steilstufe auf den Grat ab. Dieser war komplett Schneefrei. Die Spuren im Geröll waren Zeugen von den unzähligen Besuchen. Der Gipfel selbst muss über ein Geröllfeld erkraxelt werden. Auf dem Gipfel angekommen gab es die obligaten Fotos. Das Wetter hielt glücklicherweise und wir hatten eine schöne Aussicht in Richtung Nordwesten. Da von Südwesten her schlechtes Wetter Richtung Grat reindrückte, entschlossen wir uns auf dem Gletscher zu essen.
Die Glärnischhütte war ein willkommener Ort um nach dem Abstieg unseren Knien eine Pause zu gönnen und unser Wasservorrat erneut aufzufüllen. Am Schluss nahmen wir dann den Alpentaxi von Chäseren nach Plätz zurück.

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Route:Glärnischhütte 1990m, Glärnischfirn, Schwander Grat P. 2860, Vrenelisgärtli 2907m, Glärnischhütte 1990m
Schwierigkeit Wandern:T4 - Alpinwandern
Schwierigkeit Hochtour:WS - wenig Schwierig
Schwierigkeit Klettern:Kurzes Teilstück auf den Grat welches mit Ketten und Eisen gesichert sowie etwas Kraxelei auf den Gipfel UIAA II
Höhenmeter:1070 m
Distanz:10.1 km
Zeit (inkl. Pausen):8 Std 30 Min
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