Spitzhorli – Neujahresskitour

MIR WÜNSCHED EUI ALLNE EN GUETE START IS NEUE JAHR.

Route:Simplon Hospiz 1997m, Hopsche, P. 2165m, P. 2284m, P. 2470m, Üsseri Nanzlicke 2602m, Spitzhorli 2729m
Schwierigkeit Skitour:WS minus - wenig schwierig
Höhenmeter:962m
Distanz:10.3 km
Zeit (inkl. Pausen und Abfahrten):5 Std

Mit dem Auto fuhren wir zum Simplon Hospiz, wo unsere Tour startete. Es waren keine Spontanlawinenabgänge zu sehen, sowie liegt die Steilheit der geplanten Tour unter 30°. Somit stand unserem ersten Gipfel im 2012 nichts im Weg, trotz erhöhter Lawinengefahr.

Losmarschiert sind wir bei durchzogenem Himmel. Leicht ansteigend und gemültich geht es Richung P. 2189, wo wir unsere erste kurze Pause machen. Lagebesprechung und spannende Informationen von Julian über den weiteren Routenverlauf, sowie der aktuellen Schneesituation. Der Rücken Richtung P. 2248 ist abgeblasen und stellt somit keine ‘Gefahr’ dar, in den Mulden sind jedoch Treibschneeansammlungen auszumachen, welche zu meiden sind. Eine Gruppe ist vor uns unterwegs und hat eine gute Spur angelegt. Totzdem steigen wir mit einem Entlastungsabstand über den Rücken. Das Wetter wird zunehmend schlechter und nebliger. Auf dem Plateau angekommen, windet es stark und es ist nichts mehr zu sehen. Zum Glück können wir Julian’s blauer Regenjacke folgen. Beim Wegweiser Undre Rossusee (P. 2470) machen wir einen kurzen Mittagsrast. Von hier aus laufen wir weiter Richtung Gipfel, immernoch durch dichten Nebel und vom Wind begleitet. Der Gipfelaufenthalt ist dementsprechend kurz. Warme Jacke und Handschuhe anziehen und Felle abnehmen. Die Sicht ist gleich Null. Trotzdem gibt es natürich ein Gipfelfoto als Beweis.

Die Abfahrt stellt sich nicht als besonderen Genuss heraus. Zuerst fahren wir über harten verblasenen Schnee und müssen aufpassen, dass wir keine Steine erwischen. Weiter geht es durch weichen Schnee bis wir auf Harsch treffen. Dieser begleitet uns die meiste Zeit. Immerhin lichtet sich der Himmel und lässt die Sonnenstrahlen durchscheinen. Das letzte Stück war nicht wie erhofft schöner Powder, sondern nasser und schwerer Schnee da es über Nacht geregnet hat. Nach einem kurzen Gegenanstieg sind wir wieder bei unserem Ausgangspunkt.

Wir hatten alles an diesem Tag: Sonnenschein, Nebel, Wind und eine ganze Palette von Schneearten. Trotzdem war es ein gelungener Start ins neue Jahr.

Mit dabei waren: Julian Wyrsch (Bergführer), Res, Simon, Christine, Lutz und Monika.