Wildhuser Schafberg

Route:Wildhaus 1098m, P. 1350m, Schäferhütte 1552m, P. 1852m, Schafberg Sattel 2209m, Wildhuser Schafberg, 2373m, Schafberg Sattel 2209m, P. 1844m, Wildhuser Schafboden 1678m, P. 1389m, Gamplüt 1354m, Wildhaus 1098m
Schwierigkeit Wandern:T3 – anspruchsvolles Bergwandern bis zum Vorgipfel. Teilstück zum Gipfel T5-. Abstieg über Wildhuser Schafboden T4
Höhenmeter:1358m
Distanz:10.3 km
Zeit (inkl. Pausen): 7 Std 40 Min
Marschzeit:5 Std 10 Min

Ein herrlicher Herbsttag wurde vorhergesagt. Diesen wollten wir natürlich nutzen um Sonne zu tanken.

Beim Losmarschieren in Wildhaus war es etwa 1 Grad. Aber schnell haben wir warm bekommen, denn bis auf den Gipfel geht es meisten steil hinauf. Zuerst folgen wir dem Weg nach Gamplüt, welchen wir schon von einer Wanderung auf den Säntis kannten. Bald beginnt ein schmaler Wanderweg, dieser führt über Treppen hoch zur Schäferhütte. Dort gönnen wir uns eine kurze Pause und geniessen die Aussicht. Weiter geht es im Schatten über den gefrorenen Trampelpfad. Bei P. 1825m kommen wir endlich wieder an die wärmende Sonne. Der Gipfel ist noch nicht sichtbar, jedoch lässt der Weg erahnen, dass vor uns noch ein weiter, steiler Weg liegt. Der Weg auf dem letzten Stück von Sattel bis auf den Vorgipfel ist bereits am auftauen und entsprechen matschig.Bis zum Vorgipfel ist es T3 Gelände, um zum Hauptgipfel zu gelangen muss etwa 10 Meter abgeklettert (UIAA I) werden. Die Stelle ist mit einem Drahtsteil gesichert und war bei uns vereist und ist somit mit T5- zu bewerten.

Den Gipfel hatten wir nicht für uns alleine. Trotzdem genossen wir die Aussicht und die Sonne in vollen Zügen. Dank einem HIKR fanden wir auch das Gipfelbuch, welches unter dem Steinmannli versteckt war.

Wie immer wollen wir nach Möglichkeit nicht auf der Aufstiegsroute absteigen und so wählten wir auf dem Sattel die Route über den Wildhuser Schafboden. Dabei konnten wir von Restschnee profitieren, der sich immer noch gut verhärtet in der Ostflanke des Sattels festgesetzt hat. Dies ermöglichte uns gelenkschonend abzusteigen. Nach der letzten Steilstufe knapp hinter dem Wildhuser Schafboden quert der Weg sanft absteigend auf die Kiesstrasse, welche uns 15 Minuten später zur Bergbeiz Gamplüt führte, wo wir uns unser wohlverdientes Panaché genehmigten. Der von uns gewählte Abstieg ist Blau-Weiss-Blau markiert und die Schwierigkeit wäre mit T4 bewertet. Bei den von uns angetroffenen Verhältnissen ist die Schwierigkeit kaum höher als der Aufstieg zu bewerten. Der weitere Abstieg zum Charly war danach nur noch reine Formsache und ist hier nicht weiter erwähnenswert.