Brüggler – Highway

Route:Schwändital 1240m, Brüggler 1777m, Schwändital 1240m
Schwierigkeit Wandern:T3 - Anspruchsvolles Bergwandern
Schwierigkeit Klettern:5a-5b, 7 SL
Höhenmeter:537m
Kletterzeit:4.5 Std
Zeit (inkl. Pausen, Zu- und Abstieg):7.5 Std

Unsere Idee war, dass wir die restliche Zeit in unseren Ferien mit klettern verbringen wollen. Da die Nordschweiz laut Wetterbericht schönes Wetter bot, sind wir nach einem Tag im “grossen” Bett zu Hause, wieder mit Charly los Richtung Glarnerland. Das Ziel war das Schwändital und dessen prominenten Berg Brüggler. Am Ende des Wegleins, welches die Glarner als Strasse bezeichnen (und ca die Breite von unserem Auto hatte), ist ein kleiner Parkplatz gebaut für die unzähligen Kletterwilligen. Gegen ein faires Entgelt kann man auf diesem Parkplatz auch nächtigen.

Wir starteten früh am Samstag und kamen circa um 9 Uhr am Parkplatz an. Nach kurzem Packen wanderten wir an den Wandfuss des ca. 1h entfernten Brügglers. Die Wahl fiel auf die Route Highway. Plattenkletterei im 5. Grad. Wir versuchten die Kletterei so “clean” wie möglich zu lösen. Die Absicherung selbst wäre gut und es bedarf keinerlei mobiler Sicherungsgeräte. Dennoch mussten wir feststellen, dass die Umstellung nach zwei wöchiger Wandkletterei zur Plattenkletterei länger als gedacht dauerte. So kamen wir eher gemütlich / gemächlich vorwärts. Am Gipfelgrat angekommen genossen wir die vereinzelten Sonnenstrahlen, die sich durch die aufbauende Wolkendecke zu uns verirrten und genehmigten uns ein spätes Mittagessen.

Der Abstieg zurück zu unserem Büsli war über den Normalweg und dauerte auch circa eine Stunde.

Wir liessen den Abend gemütlich bei einem Bier und einem Znachtessen ausklingen bevor wir uns schlafen legten. Der Wetterbericht versprach auch für den Sonntag kletterwürdiges Wetter, uns so wollten wir den Brüggler noch über eine weitere Route ersteigen. Jedoch entsprach dies wohl nicht dem Wunsch von Petrus. Wir wurden am Sonntag Morgen von Regentropfen geweckt. So entschieden wir uns auszuschlafen, Pancakes zu essen und uns dann auf den Nachhauseweg zu begeben. Kaum sind wir im Tal angekommen prasselte der Regen nur so auf uns ein und bestärkte uns in unserem Entscheid, dass die Platten des Brügglers definitiv zu rutschig sind.