Jegihorn – Alpendurst

Route:Kreuzboden 2400m, Jegihorn 3206m, Kreuzboden 2400m
Schwierigkeit Wandern:T4 – Alpinwandern
Schwierigkeit Klettern:4a-5a, 14 SL
Höhenmeter:806m
Kletterzeit:4 Std
Zeit (inkl. Pausen, Zu- und Abstieg):8 Std

Der Wetterfrosch meinte es gut mit dem schweizer Nationalfeiertag und so sahen wir keinen Grund nicht einen weiteren (fail #1, fail #2) Kletterversuch im alpinen Gelände zu starten. Unser Ziel war schnell ausgemacht. Wir wollten dem Jegihorn oberhalb Saas Grund einen weiteren Besuch abstatten.
In der Südwand hat es mehrere eher einfache aber längere Routen eingebohrt von welchen die Route Alpendurst von mehreren Führern empfohlen wurde.
Gestartet sind wir frühmorgens, erneut mit dem Ziel das erste Bähnchen auf den Kreuzboden zu erwischen. Wir mussten jedoch feststellen, dass während den Sommerferien Hochkonjunktur auf die vermeintlich einfachen 4000er vorherrscht. So erwartete uns schon eine grössere Menschenansammlung vor der Talstation und dies obwohl die Bahn noch gar nicht lief (sic!).

Von Kreuzboden geht es dann einfach dem Strässchen folgend den Berg hinauf Richtung Jegihorn. Später, vorallem wenn man die Abzweigung zum Weglein verpasst hat, quert man Weglos bis zum Einstieg zur Normalroute auf das Jegihorn. Dieser folgt man bis zum Wandfuss. Die einzelnen Routen sind mit weisser Farbe beschriftet.

Es zeigte sich schon beim Zustieg, dass, obwohl die grossen Massen von Hohensaas auf das Weissmies wanderten, wir nicht die Einzigen mit dieser Idee waren, umso glücklicher waren wir, dass wir dann die Ersten beim Einstieg in die Route waren.
Alpendurst ist wie erwähnt 14 SL lang und von überlebbarer Schwierigkeit. Die Felsqualität ist zuweilen etwas dürftig, jedoch findet man immer genügend Möglichkeiten um weiterzukommen. Die gesamte Route ist perfekt abgesichert (Kettenstände!) und wir benötigten nur 1 Keil & 2 Cam-Placements auf den gesammten Seillängen. (1 Borhaken ist abgebrochen, restliche Placements waren notwendig, weil wir Seillängen kombinierten und dadurch sparsam mit Express-Sets umgehen mussten)
Nach vier Stunden angenehmer Kletterei im warmen Fels und grandiosem Ausblick zu den Saaser 4000er kamen wir auf dem Gipfel an. Nach einem kurzen Mittagsrast kehrten wir via Normalweg zum Kreuzboden zurück und feierten unseren Erfolg mit Suurem Moscht. Endlich wieder ein alpines Unterfangen geglückt!!!