Bütziflue – Stockflue – Rigi Hochflue

Route:Talstation Urmibergbahn 436m, Bütziflue 917m, Stockflue 1137m, Gottertli 1396m, Egg 1288m, Rigi-Hochflue 1698m, Zillistock 1378m, Bärfallen 851m, Talstation Urmibergbahn 436m
Schwierigkeit Wandern:T5 – anspruchsvolles Alpinwandern (wobei die Wege einfach zu finden und wenig ausgesetzt sind, einzige ‘Schwierigkeit’ ist das Klettern sowie die nassen und glitschigen Passagen auf die Hochflue)
Schwierigkeit Klettern:UIAA II
Höhenmeter:ca. 1300 m
Distanz:12.2 km
Zeit (inkl. Pausen):8.5 Std
Marschzeit (geschätzt):6 Std

Das Wetter am Samstag versprach viel. Darum haben wir uns für eine längere Wanderung entschieden. Die Sonne schien den ganzen Tag, einzig die Weitsicht blieb uns durch den Dunst versperrt.

Um 9.30 Uhr sind wir bei der Talstation der Umribergbahn gestartet. Der Weg führte uns durch Dörfli und Stöck bis zum Wegweiser in Schränggigen bei welchem wir rechts den Weg hinunter bis zum übernächsten Wegweiser folgten, wo der Pfad blau-weiss links Richtung Bützliflue wegbricht.

Der Weg führte zick-zack den Wald hinauf und bald sahen wir die Wand der Bütziflue. Die Kraxeleien waren einfach, da es Drahtseile sowie genügend Wurzeln und griffiger Fels zum Festhalten hatte. Angekommen auf dem Gipfel konnten wir schon unser nächstes Ziel ausmachen – und da wir grossen Spass am Kraxeln hatten gingen wir nach einer kurzen Pause weiter.

Der Abstieg von der Bütziflue ist auch durch ein Drahtseil gesichert und so wurden jegliche Schwierigkeiten entschärft. Zusätzlich wurden künstliche Eisentritte in den Fels eingelassen, was unserer Meinung nach nicht wirklich notwendig gewesen wäre.

Der Aufstieg zur Stockflue  gefiel uns am Besten. Nach der Bütziflue steigt der gut markierte Weg im Wald, bis die Südwestflanke danach mit zwei abwechslungsreichen Kraxeleinlagen genommen wird. Eigentlich führt der Normalweg über die Nordseite auf die Stockflue, wir haben uns jedoch für den direkten Weg rechts von der Hütte entschlossen und sind nach einer kurzen Querung direkt den Fels hinaufgeklettert (UIAA II).

Der Abstieg führte uns über die Normalroute Richtung Bergstation der  Umribergbahn. Auch dieser Abstieg ist perfekt mit einem Drahtseil nachgesichert und wartete mit keinen technischen Schwierigkeiten auf. Im Nachhinein waren wir sehr froh, dass wir uns für den direkten Aufstieg entschlossen haben, da dieser im Vergleich zur Normalroute, neben Sonne auch einiges an Abwechslung bot. Die Bergstation wurde rechts passiert und dann ging es einfach über Wiesen auf den Gottertli. Oben angekommen gönnten wir uns einen ausgiebigen Mittagsrast.

Weiter ging es dann Richtung Rigi-Hochflue. Der Weg von Egg auf die Hochflue ist mehrheitlich in deren Nordwand, was sich durch kühlere Luft, Matsch und Schneefeldern bemerkbar machte. Alle angetroffenen Schneefelder konnten wir jedoch entweder einfach umgehen oder es gab festgefrorene Trittspuren, welche die Querung derselben vereinfachte. Dennoch gefiel uns der Aufstieg im Vergleich zu den beiden ersten Gipfeln nicht besonders, was mitunter auf die Nässe zurückzuführen ist. Technisch bot der Weg keinerlei Schwierigkeiten, dennoch bedarf es einiges an Trittsicherheit im Matsch um den Tag nicht mit einer Rutschpartie vom Grat zu beenden.

Leider löste sich der vorhandene Dunst über den gesamten Tag nicht auf, und so wurde uns die Weitsicht auch auf der Hochflue verwehrt. Nach ausgiebigem Sonnentanken machten wir uns auf den Heimweg.

Der Abstieg über den Zillistock, Bärenfalle und Dörfli darf nicht unterschätz werden, er zieht sich ziemlich in die Länge und geht definitiv in die Knie. Zum Glück war das Restaurant Bärenfalle offen, dort gönnten wir uns ein wohlverdientes Bier.

Die Bützli- und Stöckliflue sind definitiv eine Wiederholung wert. Jedoch der Weg auf die Rigi-Hochflue war nicht so der Hit und selbst bei komplett trockenen Verhältnisse gibt es wohl interessantere Varianten.