Maui

Kulturschock pur. Von der Garten-Insel Kaua’i ins Mallorca von Hawaii. Ernüchternd mussten wir feststellen, dass unsere “Bibel” Lonely Planet von zwei warmduschenden Beckenrandschwimmer geschrieben wurde, deren Vorstellung von engen, kurvenreichen Strassen, die seinesgleichen auf der Welt suchen, einfachheitshalber mit einer Autobahn nach Arosa verglichen werden kann. Verlassen vom Vertrauen in die Autoren, machten wir uns auf die Suche nach dem schönen Maui und fanden es in der “regnerischen” Ostseite. Dazu jedoch später.
Die ersten drei Tage verbrachten wir in einem Touristenbunker und relaxten. Konkret wurden drei Bücher gelesen und viel Zeit auf unserer Lanai verbracht. Abends genossen wir den Luxus die Qual der Wahl zu haben an welchem Ort wir dinnieren wollen.
Fernab vom Massentourismus (übrigens Hawaii im Oktober ist so offseason, dass wir glücklicherweise die Menschenmassen nur am Angebot von Hotels und OceanView Condomniums erahnen konnten) liessen wir uns auf dem Campground des Wai’anapanapa State Park nieder. Genossen dort schwarze, rote und weisse Beaches und freuten uns ab dem Umstand, dass die grossartig angekündigten Wasserfälle ein knappes Rinsal über einen Felsvorsprung waren. Trotz Regenseite von Maui war es überaus trocken, was zu wenig Wasser in den Flüssen führt, uns jedoch das schirmfreie Erleben der Natur ermöglichte.
Im Haleakala National Park freuten wir uns auf einer Höhe von ca 6000 Feet (ca 2000 Meter) auf unsere erste Nacht, die das Mitschleppen unserer Schlafsäcke rechtfertigte. Der Plan war frühmorgens den Sonnenaufgang vom Summit des Haleakala Vulkans zu erleben. Hierfür wurden die Wecker auf eine unmenschliche Zeit von 5:10 gestellt, geweckt wurden wir jedoch von den Horden an Autos und Busse, die sich zu einer noch unmenschlichereren Zeit den Berg hinauf quälten. Kurzentschlossen sprangen wir in unser Auto, weckten dadurch unsere armen Mitcamper auf, generierten folgerichtig einen Exodus auf dem Campground (jeder realisierte wohl, dass die Einsamkeit auf dem Summit wohl oder übel ein Mythos bleibt) und machten uns auf den Weg an die Spitze. Parkplätze ganz an der Spitze waren leider schon alle besetzt, darum mussten wir die letzten 300 Höhenmeter zu Fuss überwinden. Unsere Mühen wurden jedoch mit einem traumhaften Sonnenaufgang auf 3055 Meter entlöhnt, der nur durch die beissende Kälte ein bisschen eingeschränkt wurde.
Zur Zeit befinden wir uns wieder in der Zivilisation in Kahului und Morgen geht es ab nach Hawaii (Big Island)
Route auf Maui
24.10 – 27.10 : Lahaina – Lahaina Shores
27.10 – 29.10 : Wai’anapanapa State Park
29.10 – 30.10 : Haleakala National Park
30.10 – 31.10 : Kahului – Maui Seaside